Mythen rund ums Auto – was stimmt wirklich?

Ob auf dem Parkplatz, in der Werkstatt oder am Stammtisch – rund ums Autofahren kursieren viele Behauptungen. Einige davon halten sich hartnäckig, obwohl sie längst überholt oder schlicht falsch sind. Hier ein kurzer Faktencheck zu fünf bekannten Autofahrer-Mythen:


1. „Der Motor muss im Stand warmlaufen.“ – Falsch

Moderne Motoren brauchen kein Warmlaufen. Im Gegenteil: Langes Warmlaufen im Stand schadet dem Motor, verursacht unnötige Emissionen und ist in vielen Ländern sogar verboten. Besser: Nach dem Start zügig, aber mit niedriger Drehzahl losfahren.


2. „Premiumsprit bringt mehr Leistung.“ – Nur bedingt

Höheroktaniger Kraftstoff (z. B. 98 statt 95 Oktan) bringt nur dann Vorteile, wenn der Motor dafür ausgelegt ist. Bei Standardfahrzeugen ohne Klopfsensor bringt es in der Regel keine Mehrleistung oder Verbrauchsvorteile – dafür höhere Kosten.


3. „Bei Nässe soll man weniger Luftdruck fahren.“ – Falsch und gefährlich

Reifendruck sollte immer nach Herstellerangabe eingestellt werden – zu niedriger Druck führt zu schlechterem Fahrverhalten, höherem Verbrauch und schnellerem Verschleiss. Bei Nässe steigt zudem das Aquaplaning-Risiko.


4. „Ein leerer Tank zieht Schmutz an.“ – Teilweise richtig

Im Tank kann sich im Laufe der Zeit Kondenswasser oder Schmutz absetzen. Bei sehr leerem Tank kann es passieren, dass diese Partikel angesaugt werden – moderne Kraftstofffilter verhindern aber grösseren Schaden. Trotzdem gilt: Dauerhaftes Fahren mit fast leerem Tank ist keine gute Idee.


5. „Automatikautos verbrauchen immer mehr als Schaltwagen.“ – Nicht mehr zeitgemäss

Das war früher oft der Fall, ist aber heute überholt. Moderne Automatikgetriebe, insbesondere mit Doppelkupplung oder CVT, schalten effizienter als viele Fahrer von Hand – und können im Alltag sogar sparsamer sein.


Fazit: Nicht alles, was sich „schon immer so gehört hat“, ist heute noch richtig. Wer auf dem aktuellen Stand bleibt, fährt sicherer – und oft auch günstiger.